Blutegeltherapie

 

Blutegeltherapie

Blutegeltherapie

Das Wort „Egel“ entstammt der griechischen Sprache: echis = kleine Schlange. Manchmal wird vermutet, dass die Schlange des Aeskulapstabes einen Egel darstellen soll …

Die Blutegelwirkung beruht auf dem Bissreiz, den in die Bisswunde abgegebenen Wirkstoffen und Bakterien sowie der Nachblutung. Der Egel sondert in die Bisswunde den Wirkstoff Hirudin ab, was zu einer Hemmung der Blutgerinnung führt. Der Egel saugt etwa 10 Milliliter Blut, weitere 50 ml werden durch die Nachblutung ausgeleitet.

Ich wende die Blutegeltherapie bei bestimmten Formen von Gelenkschmerzen, bei Arthrose, bei Kniebeschwerden und gelegentlich bei Beschwerden im Ellbogen (Tennisellbogen) an.

 

Ablauf einer Blutegel-Therapie

Was geschieht bei der Blutegeltherapie?
Die Zahl der anzusetzenden Blutegel richtet sich nach dem Alter des Patienten, dessen Ernährungszustand und dem Krankheitsbild sowie der Häufigkeit der beabsichtigten Anwendung und der Grösse der Blutegel. Bei Kindern darf pro Lebensjahr höchstens 1 Blutegel angesetzt werden.

Die Blutegel werden an die Stelle, an der sie saugen sollen, angesetzt. Ein feiner stechender Schmerz und rhythmische Saugbewegungen zeigen an, dass der Biss stattgefunden hat und der eigentliche Saugakt beginnt.

Saugzeit
Die Saugzeit beträgt durchschnittlich je nach Grösse des Blutegels, seinem Hungerzustand und der Durchblutung der Saugstelle 15 bis 30 Minuten und kann bis zu 3 Stunden dauern. Wenn sich der Egel vollgesaugt hat, löst er sich von selbst ab. Der Blutegel sollte niemals gewaltsam entfernt werden, weil sein Kiefer in der Wunde verbleiben und dort Entzündungen verursachen kann. Statt dessen kann der Saugakt auch auf sanfte Weise von mir unterbrochen werden.